Aktuelles > Auferstehung 2019

Ostern feiern wir die Auferstehung Jesu von den Toten. Das ist nicht einmal mehr allen Christen in unserem Land bekannt.
Auferstehung von den Toten ist für viele Menschen unvorstellbar.
Das stimmt, man kann es nur glauben.

Rational ist diesem wichtigsten Fest der Christenheit nicht beizukommen.
Das gilt ja auch genauso für Liebe, Vertrauen, Dienen usw... Über diese einzigartige Perspektive unseres Daseins wird wenig gesprochen.
Aufgabe der Kirche ist es, den Glauben an Tod und Auferstehung Jesu zu verkünden – gelegen oder ungelegen. Diese frohe Botschaft ist die beste der Welt. Sie befreit von Angst, macht frei zur Liebe, löst Depressionen, lässt uns lachen, schenkt wahre Freude, Osterfreude.

Auferstehung ist nicht erst ein Ereignis nach unserem Tod. Sie soll schon mitten in Leben erfahrbar werden. Immer wenn Menschen sich gegen Tödliches richten und aufhelfen in Angst, bei Gewalt, in Krankheit, in Einsamkeit, gegen Missbrauch.
Gerade der Missbrauch innerhalb der Kirche überdeckt diese einzigartig frohe Botschaft von der Auferstehung. Missbrauch ist tödlich, macht Leben kaputt: seelisch wie körperlich. Missbrauch ist unentschuldbar und absolut zu verurteilen. Missbrauch durch Priester und kirchliche  Mitarbeiter/innen macht uns als Pastoralteam tief traurig.
Immer wieder werden wir berechtigterweise darauf angesprochen und hören die Enttäuschung vieler Gläubigen und ehrenamtlich Engagierten. Das tut uns weh und macht uns traurig, ja manchmal kraftlos. Deshalb haben wir für unseren astoralverbund eine Präventionsordnung
entwickelt, die den Kirchenvorständen und Pfarrgemeinderäten am 5.4.2019 beim Gremienabend vorgestellt und auf deren Umsetzung wir uns verständigt haben. Das ist Vorschrift für alle Pastoralverbünde. Die Erzdiözese hat einen Missbrauchbeauftragten und weitere Mitarbeiter/ innen in dem Bereich Missbrauch und Prävention. Diesen Beauftragten werden wir unsre Ordnung vorlegen, damit auch bei uns Missbrauch vermieden ird. Täter müssen der Staatsanwaltschaft übergeben und Opfer entschädigt sowie therapeutisch betreut werden. Es darf keine Entschuldigung mehr geben. Unser Erzbistum ist in diesem Bereich sehr wachsam geworden: alle Angestellten und ehrenamtlich Leitende, die mit Kindern und Jugendlichen zu tun haben, werden entsprechend geschult.
Diese Maßnahmen sollen dazu beitragen, dass Kirche und ihre frohe Botschaft von der Auferstehung wieder glaubwürdig wird. Das sind wir den Menschen schuldig.

Für mich gilt: die beste Botschaft der Welt, die wir Ostern hören und die schönste Gemeinschaft der Welt, die Kirche, dürfen wir uns von Verbrechern nicht zerstören lassen. Christus ist der Sieger über Sünde und Tod – auch heute! Darum freue ich mich auf Ostern!

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir ein gesegnetes und befreiendes Osterfest!

Für das Pastoralteam
Peter Gede, Pfarrer





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Veröffentlicht
19:00:00 20.04.2019