Elisabeth Henneke gestaltet Osterkerzen für unsere Kirchen im Pastoralverbund


Elisabeth Henneke ist eine Frau mit großem handwerklichem Geschick. Die vierfache Mutter nutzt ihre Freizeit gerne zum Nähen, Stricken und Basteln. Auch den Küsterdienst  in ihrer Kirchengemeinde, St. Johannes Baptist Siddinghausen, macht sie seit über 20 Jahren mit viel Hingabe und Liebe. Besonders aber liebt sie es Kerzen zu gestalten. Egal, ob Hochzeits-, Geburtstags- oder Taufkerzen, Elisabeth Henneken Kreativität kennt hier keine Grenzen. Diese handwerkliche und künstlerische  Fähigkeit ist auch Pastor Peter Gede nicht verborgen geblieben. Der Leiter des Pastoralen Raum Büren konnte Elisabeth Henneken dafür gewinnen, alle Osterkerzen für die Kirchen im Pastoralverbund Büren zu gestalten.

„In der Osternacht wird die Osterkerze für 2019 entzündet. Frau Hennke hat sie wieder sehr schön für alle Kirchen unseres Pastoralverbundes mit dem Motiv des Weizenkorns gestaltet, das in der Erde stirbt und dadurch neues Leben entstehen lässt-Zeichen für die Auferstehung Jesus Christi, die wir Ostern feiern. Die Osterkerze ist die wichtigste Kerze in der Kirche und sie weißt auf Jesus Christus, das Licht der Welt, bei Beerdigungen, Taufgottesdienste und manche Feiern hin“ sagte  Pastor Gede.

Für Elisabet Henneke beginnt die Osterkerzen-Zeit allerdings schon im Januar. Dann werden die Osterkerzen für 13 Kirchen bestellt. Nicht dabei ist die Kerze für die Pfarrkirche Sankt Antonius Steinhausen. Hier wird die Osterkerze vom Kirchenvorstand, Pfarrgemeinderat und der Dorfgemeinschaft in einem besonderen Verfahren selbst hergestellt.
Wie die Kerzen gestaltet werden, dass ist dann Elisabeth Henneke selbst überlassen. „Die Kirchengemeinden sagen mir welche Größe und welchen Durchmesser ihre Kerzen haben soll, alles andere mache ich“.  Ideen über die Gestaltung hat sie genug, ein Blick ins Internet macht sie aber trotzdem auch.

„Als der Pastoralverbund Büren gegründet wurde habe ich eine Kerzen angefertigt, auf denen die Kirchtürme aller Kirchen im pastoralen Raum abgebildet  waren“, erinnert sie sich noch gerne an ihr  damaliges, sakrales Kunstwerk, welches später im Wechsel die Kirchen schmückte.
Wenn es an die Gestaltung der Osterkerzen geht, dann zieht sich Elisabet Henneke in den Keller ihres Einfamilienhaus am Heimeskamp in Siddinghausen zurück. Hier habe sie  den Platz und hier finde sie die Ruhe, um die filigranen Arbeiten an den Kerzen  durchführen zu können.

Wachstafeln in unterschiedlichen Farben, Papier, eine Schere, einen Bleistift und eine Nähnadeln bilden den Grundstock an Arbeitsmaterial undHandwerksgerät.  Zunächst werden auf dem Papier die Motive gezeichnet die später auf den Kerzen zu sehen sind. Die Motive werden anschließend  ausgeschnitten um sie als Schablonen für die Wachstafeln zu verwenden.  Mit einer Nähnadel scheidet Elisabeth Henneke dann ganz vorsichtig die Motive aus den Wachtafeln aus, drückt sie passgenau an die richtige Stelle der Kerze und befestigt sie durch das Aufdrücken mit der Hand. „Die Körperwärme reicht vollkommen zur Befestigung aus“ , weiß sie aus Erfahrung.

Neben den jährlich wechselnden Motiven, wird auch immer die aktuelle Jahreszahl aufgebracht. Hier handelt es sich um einen goldfarbenen Wachsfaden, der in Zahle geformt wird. „Wenn die Kerzen fertig sind, dann werden die Kirchengemeinden verständigt um sie abzuholen“. Nur eine, die für die Kirche Siddinghausen, die beleibt da. In Siddinghausen wir sie am Morgen des  Ostersonntag  um 5:30 im Beisein der Gottesdienstteilnehmer auf dem Friedhof angezündet. Anschließend geht es dann gemeinsam zur Osterfeier in die Kirche. In diesem Jahre kommt es dabei zu einer Besonderheit: Dr. Michael Hucht wird auf dem Friedhof das Lob der Osterkerze singen.

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal die Möglichkeit, die Osterkerzen aus dem Jahre 2018, die in den Kirchen nicht mehr benötigt werden, für ein paar Tage mit nach Hause zu nehmen,  um sie zu besonderen Gelegenheiten zu entzünden: Geburtstag, Hochzeitstag oder der  Todestag eines Verstorbenen könnten  ein Anlass sein. „ Dadurch werden die Menschen daran erinnert, dass Christus unser wahres Licht ist, dass uns mit vielen Menschen auf der ganzen Welt in der neuen Welt des Himmels verbindet“, nannte Pastor Peter Gede den Beweggrund für dies Aktion. In den Pfarrkirchen liegen Listen aus. In denen sich Interessierte eintragen können. Allerdings soll die Kerze mindestens einmal 45 Minuten brennen, damit sich der Wachs verflüssigen kann.

Text und Bild: Johannes Büttner


 

 


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Veröffentlicht
14:06:00 23.04.2019