Archiv

Orgeltag Westfalen '24

Orgeltag Westfalen '24

Am Sonntag, den 16. Juni 2024, gab es in ganz Westfalen in weit über 120 Veranstaltungen Einblicke der besonderen Art. Beim 3. Orgeltag Westfalen konnte man der Königin der Instrumente auf unglaublich vielfältige Weise nahe kommen: in Orgelspaziergängen von Kirche zu Kapelle, bei Drehorgelkonzerten in der Fußgängerzone, bei einer Führung durch eine Orgelbauwerkstatt, beim Blick in eine Orgel hinein, wo es oft Tausende von Pfeifen und noch viel mehr kleine und große Teile zu entdecken gibt, im Orgelmuseum, in Orgelgottesdiensten … zweihändig, vierhändig, … für Kinder, Erwachsene, Spezialisten oder einfach nur Neugierige.

Zu diesem Anlass lud die Kantorei Büren in Kooperation mit dem Förderverein Johann Patroclus Möller zum Bürener Orgelspaziergang ein.
Beginn war um 15 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus, wo die große Johann-Patroclus-Möller Orgel mit vierhändigen Werken vorgestellt wurde. Anschließend folgte ein Spaziergang durch die Almeauen zur Kapelle bei Gut Holthausen. Dort wurde um 16 Uhr die historische Orgel von 1764 vorgestellt, bevor es dann zurück durch die Almeauen zur Jesuitenkirche ging. Hier wurde um 17 Uhr neben der großen Franz-Eggert-Orgel von 1886 auch das Orgelkonzert in g-Moll von Georg Friedrich Händel für Streicher und Truhenorgel aufgeführt. Den Abschluss mit den etwa 80 Teilnehmenden bildete ein Umtrunk auf den Grünflächen neben der Jesuitenkirche.


Passionskonzerte '24

Passionskonzerte '24

Auch 2024 erklang passend zur Fastenzeit wieder stimmungsvolle Musik in den Bürener Kirchenräumen.
Im Rahmen der Bürener Passionskonzerte erwarteten die Zuhörenden drei abwechslungsreiche Konzerte.
Eröffnet wurde die Reihe am 10. März um 17 Uhr in der Pfarrkirche St.Nikolaus von Stephan Wenzel an Klavier und Orgel, und Nelli Hein an der Bratsche.
Die beiden heimischen Musiker hatten ein rundes Programm erstellt in dem unter anderem ein Stück von Maria Theresia von Paradis erkang, welche ihr 200 jähriges Todesjahr hatte. Neben bekannten Komponisten wie Johann Sebastian Bach und Louis Vierne wurden auch zwei bisher eher unbekannte jüdische Komponisten zu Gehör gebracht. Es erwarteten die Zuhörenden wunderschöne Melodien!
Das folgende Konzert fand am 24. März um 17 Uhr ebenfalls in der Pfarrkirche St.Nikolaus statt.
Das Ensemble Concert Royal Köln spielte Werke für Barockoboe und Orgel und ist auf historische Aufführungspraxis des 18. und frühen 19. Jahrhunderts spezialisiert. Gegründet wurde es von Karla Schröter und hat unter anderem 2015 bereits den Echo-Klassik Preis gewonnen.
Den Abschluss bildete das KarfreitagsKonzert am 29. März um 18 Uhr in der Jesuitenkirche.
Das Ensemble Büren Barock bestehend aus Carla Wenzel (Gesang), Matthias George (Geige/Gitarre), Nelli Hein (Geige/Bratsche),Katrin Breidenbach (Bratsche), Yutaka Suzuki (Cello), Stephan Wenzel (Orgel/Leitung) lud unter dem Titel “Ich will in Frieden fahren” wie bereits in den vergangen Jahren zu einem der stimmungsvollsten Konzerte des Kirchenjahres ein.


Orgelmesse

Orgelmesse

Im vergangenen Dezember waren es 60 Jahre her, dass das Zweite Vatikanische Konzil mit der Konstitution über die heilige Liturgie einer ihrer Kerndokumente veröffentlicht hatte.
Im vorletzten Kapitel heißt es darin: "Die Pfeifenorgel soll in der lateinischen Kirche als traditionelles Musikinstrument in hohen Ehren gehalten werden; denn ihr Klang vermag den Glanz der kirchlichen Zeremonien wunderbar zu steigern und die Herzen mächtig zu Gott und zum Himmel emporzuheben."
Seit 220 Jahren beherbergt die Bürener Stadtpfarrkiche St. Nikolaus eine besonders wertvolle Pfeiffenorgel. Das von Johann Patroclus Möller vor 280 Jahren für das Kloster Böddeken gefertigte Instrument eignet sich mit seinem Reichtum an Klangfarben nicht nur zur Begleitung des Gemeindegesangs, sondern auch zur Darbietung eines umfangreichen Repertoires an Literatur, originär für Orgel geschriebene Musikstücke.

Die Hauptgottesdienste in der Fastenzeit 2024, sonntags um 11 Uhr, sollten dafür Raum und Zeit geben. Zur Einstimmung wurde der jeweilige Gottesdienst nicht mit einem Lied, sondern mit einem Musikstück für Orgel begonnen.

Auch an anderen Stellen im Gottesdienst erklang Orgelmusik, welche zur Besinnung und zum Nachdenken einlud.

Die Orgelmessen wurden musikalisch gestaltet von Helmut Schulte aus Warstein, Meinolf Herting aus Siddinghausen, sowie Carla & Stephan Wenzel. 


Klingendes Weihnachten '23

Klingendes Weihnachten '23

An den Festtagen um Weihnachten erklang in der prächtigen barocken Jesutenkirche zu Büren wieder ein vielfältiges musikalisches Programm.
Am Vorabend zu Heilig Abend, am Samstag, den 23. Dezember um 18.30 Uhr haben wir in der Jesuitenkirche die Weihnacht herbei gesungen.
Mit einem abwechslungsreichen Programm erwartete die Zuhörer Chor- und Instrumentalmusik der „wunderbarsten Zeit im Jahr“, Weihnachtsgeschichten und das gemeinsame Singen von bekannten Liedern.
Das kurzweilige Programm gestaltete das Bläser-Sextett des Musikvereins Steinhausen unter der Einstudierung von Frank Muskulus, der Kirchenchor St. Nikolaus unter der Leitung von Carla Wenzel, Solisten und Instrumentalisten von nah und fern.
Im Anschluß wurde zum Umtrunk mit Glühwein und geselligem Beisammensein eingeladen.

Die Christmette um 22 Uhr gestaltete ein Blockflötenensemble unter der Leitung von Carla Wenzel mit weihnachtlichen Werken von Michael Praetorius und klassischen Weihnachtsliedern.


Das Hochamt am 1. Weihnachtsfeiertag erklang im wahrsten Sinne mit Pauken und Trompeten, mit Werken von Henry Purcell und William Boyce, sowie Werke von Johann Theile und Edward Elgar mit dem 'Ensemble Büren Barock' unter der Leitung von Stephan Wenzel.

In der Vesper am Weihnachtstag wurden weitere Werke der Renaissance für 4-stimmigen Blockflötenchor zu Gehör gebracht, alternatim mit der Orgel.

Der 2. Weihnachtsfeiertag stand schon das vierte Jahr in Folge unter dem Motto „Botschaft der Engel“: kein Gottesdienst, sondern eine musikalische Erzählung von Weihnachtsgeschichten gestaltet von Matthias George, Nelli Hein, Carla und Stephan Wenzel.


2. Bürener Museumsnacht

2. Bürener Museumsnacht

Am Freitag, den 17. November 2023 fand von 17 bis 22 Uhr die 2. Bürener Museumsnacht statt, welche nach der Erfahrung von 2021 zur Kulturnacht erweitert wurde.

Auch die Kantorei Büren beteiligte sich mit einem bunten Programm voller Musik und ließ unsere drei Sakralbauten zum KlangRaum Kirche werden.

Ein musikalischer Rundgang startete um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus, in der durch Kantor Stephan Wenzel die wertvolle historische Barockorgel von 1744 vorgestellt werden wurde.

Die bekannte Stadtführerin Agnes Ising erläuterte Architektur und Austattung, angereichert durch die ein oder andere Anekdote.

Im Nachklang gab es mit Nelli Hein romantische Musik für Viola und Klavier.

Nach etwa einer guten halben Stunde, blieb Zeit für etwas Besinnlichkeit, Austausch untereinander und Spaziergang zur nächsten Station.

Die musikalische Führung fand ihre Fortsetzung um 18 Uhr in der vollbesetzten Sakramentskapelle, wo in einem Wechselspiel denkwürdige Geschichten erzählt und traditionelle Musikstücke aus Irland gespielt wurden; mit Tin Whistle und Gitarre, brachten Carla Wenzel und Matthias George den akustisch wohl schönsten Raum Bürens zum klingen. 

Zielpunkt des geführten Rundgangs war um 19 Uhr in der Jesuitenkirche Maria Immaculata sein. Die heitere Rokoko Austattung beflügelte nicht nur die Phantasie der Betrachter, sondern auch der Musizierenden. Das 'Ensemble Büren Barock' spielte französische Barockmusik für Flöte, Geige, Cello und Continuo.

Um 20 Uhr fand ebenda ein Konzert mit dem deutsch-böhmischen Duo Connessione statt. Unter dem Titel "Zwei Gesichter eines Meisters" erklangen Violin- und Orgelwerke des klassischen böhmischen Komponisten Jan Zach (1713 - 1773), der seine Orgelwerke im expressiven Barockstil, hindessen seine Kammermusikwerke im Roko-Stil komponierte.


Bürener Kantorei Konzerte 2023

Bürener Kantorei Konzerte 2023

Zum zweiten Mal fanden in diesem Sommer jeweils Freitagsabends im September Konzerte in den Kirchen und Kapellen rund um Büren statt. Veranstalter war auch in diesem Jahr der Förderverein Johann Patroclus Möller Orgel e.V. in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St. Nikolaus Büren. Das von Dekanatskantor Stephan Wenzel entwickelte Konzept der Reihe, unterschiedliche Kirchenräume der Stadt mit entsprechender Musik bzw. Ensembles zu nutzen, ermöglichte es den zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörern auch in diesem Jahr wieder unterschiedliche Klangerfahrungen sammeln und genießen zu können.

Den Auftakt der Konzertreihe gestaltete das Posaunenquartett „Trombastic4“ im

Kreuzgang des ehemaligen Klosters Böddeken in Büren-Wewelsburg. Die vier jungen Musikerinnen und Musiker von der Robert Schumann Musikhochschule Düsseldorf begeisterten mit differenziertem und ausdrucksstarkem Posaunenspiel. Die ersten drei Musikstücke aus der Zeit der Renaissance (Gabrieli, Venosa und Scheidt) wurden dabei zu Beginn des Abends auf historisch nachgebauten Instrumenten mit intonationssicherem und homogenem Spiel vorgetragen. Raumklang und der Klangraum des mittelalterlichen Kreuzgangs schufen dabei eine interessante Verbindung. Mit dem Vortrag der Originalkompositionen für vier Posaunen von Ludwig van Beethoven (Drei Equale) erweiterten die vier Musikerinnen und Musiker dann das Klangspektrum durch den Einsatz der modernen Posaunen. Hier überzeugte das Quartett mit gefühlvollem Instrumentalspiel, bevor im anschließenden „Eerste Trombone Kwartett“ der schwedischen Komponistin Saskia Apon die beeindruckenden virtuosen Qualitäten des Quartetts zum Ausdruck kamen. Die vielfältigen spieltechnischen Anforderungen wurden u.a. durch unterschiedliche Artikulation und dynamisch differenziertem Spiel - im perfekten Zusammenspiel – bravurös gemeistert.

Dies gilt auch für die mit großer Spielfreude vorgetragene „Willhelm Tell-Ouvertüre“ von G. Rossini in der Bearbeitung für vier Posaunen von Thomas Horch, die endgültig den Funken der Begeisterung auf das Publikum überspringen ließ. Mit Standing Ovation wurden die vier nur ungern entlassen, wobei sowohl die Interpretation eines amerikanischen Gospelsongs als auch der gefühlvolle Vortrag des Volksliedes „Im schönsten Wiesengrunde“ als Zugabe noch einmal das vielfältige stilistische Können des Quartetts zum Ausdruck brachte und die Zuhörerinnen und Zuhörer einen wunderschönen Abend ausklingen ließ.

Ungewöhnliche und facettenreiche Klangbilder konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer beim zweiten Konzertabend in der nur selten geöffneten Bürener Sakramentskapelle, ein Bauwerk des berühmten Barockarchitekten Conrad Schlaun, genießen. Das „Duo Gambelin“, Anna Zimre (Viola da Gamba) und Christian Elin (Bassklarinette, Saxophon) war zu Gast und entführte die Besucher in der vom sommerlichen Abendlicht gefluteten Kapelle in eine besondere Klangwelt, die sich dem Festmachen an Stilen entziehen will und gekonnt mit Elementen von Renaissance bzw. Barockmusik und Jazz spielte und dabei einen ganz eigenen neuen Zauber entfaltete. Ob in der Komposition „Tratado de glosas“ des Gambenspielers Diego Ortiz (1510-1570) oder in der Eigenkomposition „La Chiesa“ von Christian Elin – grundlegend war die mit reichlichen Verzierungen geschmückte Improvisation auf der Basis einer einfachen Melodie, die musikalische Schönheit hervorbrachte. Diese reiche, musikalische Sprache zeigte sich auch in Bearbeitungen des Liebesliedes „Besame mucho“ oder den Auszügen aus den Goldberg-Variationen von J.S. Bach. Eine klangliche Offenbarung war das Saxophonsolo, „prelude and hym“, mit dem Christian Elin die Zuhörerinnen und Zuhörer begeisterte. Im wunderbaren, nahezu intimen Ambiente bot sich ein Konzertabend wie ein Film, der die Zeit vergessen ließ.

Mit anderen, diesmal vokalen Klängen, in eine andere Welt entrückt wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer des dritten Konzerts in der Bürener Jesuitenkirche. Das Männerensemble Sonat Vox unter der Leitung von Richard Stier berührte die zahlreichen Gäste durch höchste gesangliche Qualität. Dabei erreichten die jungen erwachsenen Chorsänger – alles ehemalige Mitglieder des Windsbacher Knabenchores - schon zu Beginn des Konzerts mit dem ersten Stück von R. Mauersberger „Herr lehre doch mich“ - auch bei den Zuhörerinnen und Zuhörern - eine ungeheure Intensität und Spannung, die im Laufe des Abends nie verloren ging und sich erst am Schluss des beeindruckenden Konzerts in einen Applaus mit Standing Ovation löste. Nicht nur in den sechs geistlichen Vertonungen zu Beginn, sondern auch im weiteren Verlauf des Konzertes mit weltlichen Kompositionen von F. Mendelssohn-Bartholdy („Jäger Abschied“), F. Schubert („Der Entfernten“, „Grab und Mond“) und F. Silcher („König von Thule“) verzauberten die engagierten Sänger die Anwesenden mit intonationssicherem, homogenem Chorklang und dynamischer Variabilität.  Exemplarisch für die ausdifferenzierte Textinterpretation aller vorgetragenen Vokalstücke kann das bekannte „Heilig“ von F. Schubert erwähnt werden. Der emotionale, tief bewegende, Vortrag glich einem inniglichen Gebet, das alle Zuhörerinnen und Zuhörer andächtig aufnahmen. Mit einem „Abendlied“ des zeitgenössischen Komponisten Alwin Schronen endete dieser  beeindruckende Konzertabend.

Das vierte Konzert in einem gleichermaßen privaten und idyllischen Konzertrahmen gewährte die Familie von Fürstenberg auf ihrem Anwesen. Hier lud Dekanatskantor Stephan Wenzel (Orgel/Klavier) mit seiner Frau Carla (Gesang) und Nelli Hein (Viola) zu einem Haus- und Gesprächskonzert ein. Dabei war dieser Abend räumlich zweigeteilt. Zunächst stand die historische barocke Orgel in der Kapelle im Focus. Hier musizierten die drei Musiker zunächst auf der Empore (wobei auch das Publikum hier Platz nahm und die Nähe zu den Ausführenden genoss). Stephan Wenzel eröffnete solistisch mit einem Rigaudon von G. Muffat mit großer Spielfreude den Abend, bevor er dann in den folgenden Stücken von J.C. Pepusch („Love frowns in beauteous Myra´s eyes“ für Gesang und Viola) und G.F. Händel (Sonate g-moll für Viola und b.c.) die Begleitung übernahm. Im angrenzenden Kapitelsaal des Anwesens wurden die Zuhörerinnen und Zuhörer anschließend in die Welt der musikalischen Romantik geführt, wobei das abwechslungsreiche und klug durchdachte Programm durch den steten Besetzungswechsel kurzweilige niveauvolle Unterhaltung bot. Neben den drei Kunstliedern von R. Schumann („Auf einer Burg“, „In der Fremde“, „Die Stille“) erklang hier Schuberts „Adagio“ (aus der Arpeggione Sonate für Viola und Klavier) und führte in eine stimmungsvolle Atmosphäre. In besonderer Weise überzeugten Nelli Hein und Carla Wenzel beim Vortrag der beiden Vertonungen von G.Holst („Jesu sweet“, „My Leman is so true of love“) durch das spieltechnisch anspruchsvolle Violinspiel und einer warmen klangvollen Stimme. Dies gilt ebenso für die beiden Stücke von G. Fauré („Au bord de léau“, „Le Papillon et la Fleur“), bei denen Stephan Wenzel den Klavierpart im perfekten Zusammenspiel mit seiner Frau in beeindruckender Weise meisterte. Mit der „Romanze“ von G. Henschel verabschiedeten sich die drei Musiker und ließen einen Abend mit großem Hörgenuss ausklingen.

Zum Abschluss der diesjährigen Konzertreihe gastierte das „Trio Piccorgan“, bestehend aus den beiden Trompetern Miguel Conde und Diego Garcia Jiménez sowie dem Organisten Daniel Cardiel, in der Pfarrkirche St. Nikolaus. Mit großer Spielfreude und konzertantem Können brachten sie die leuchtenden Farben barocker Musik in erlesener Qualität zum Klingen und bereiteten den Zuhörerinnen und Zuhörern einen unvergesslichen Hörgenuss, der vielleicht bei dem einen oder anderen Gast schon eine gewisse Vorfreude auf weitere Bürener Kantorei-Konzerte weckte.

Im Anschluss eines jeden Konzertes lud der Förderverein Johann Patroclus Möller Orgel e.V. zu einem Umtrunk ein, der von allen Zuhörerinnen und Zuhörern gerne angenommen wurde. So konnte in entspannter Atmosphäre ein guter Austausch – nicht nur über das gerade beendete Konzert – stattfinden und ließ im Nachklang alle beglückt nach Hause gehen.

 

                                                                                        Johannes Zimmer


Passionskonzerte '23

Passionskonzerte '23

Wie bereits in den Jahren zuvor wurde auch 2023 die Fastenzeit im Pastoralverbund Büren musikalisch in ein besonderes Licht gerückt im Rahmen der Passionskonzerte.
Der rote Faden aller Konzerte spannte sich ausgehend von der Situation am Kreuz - dem Leiden und Sterben Jesu Christi - bis hin zur Auferstehung und der Erlösung.
Mal aus der Sicht Christi selber im Rahmen seiner letzten Worte am Kreuz, aber auch aus der Sicht einer Mutter, die ihren einzigen Sohn sterben sehen muss.

Eröffnet wurde diese Reihe am 26. März um 17 Uhr in der Jesuitenkirche Büren von dem Vokalensemble „Cantus Benedictus“ aus Düsseldorf, welches 2002 von Peter Zimmer gegründet wurde.
Das Konzert trug den Titel „Selig sind die Toten“ und führte mit anspruchsvoller aCapella Literatur durch nahezu alle Jahrhunderte der Musikgeschichte. Immer wieder durchbrochen von Werken für Violoncello und Klavier, welche zum nachsinnen der gesungen Texte einlud.
Fortgeführt wurde die Reihe am 31. März um 19 Uhr in der sog. Lichterkirche St. Jodokus zu Wewelsburg. Das einheimische Ensemble „Büren Barock“ unter der Leitung von Stephan Wenzel konnte die Zuhörer vor allem durch die spannende Besetzung mit Streichern, Gesang, Fagott, Blockflöte und Truhenorgel überzeugen.
Dieses Konzert rückte unter dem Titel „Stabat Mater“ die gleichnamige Vertonung von Antonio Vivaldi in den Mittelpunkt.
Das dritte Passionskonzert fand am 2. April um 17 Uhr in der Stadtpfarrkirche St. Nikolaus Büren zu statt. Unter dem Titel „Die sieben letzten Worte“ präsentierte das deutsch-böhmische „Duo Connessione“ Haydns „Die sieben Letzten Worte unseres Erlösers am Kreuze“ in einer völlig neuen Besetzung für Violine und Klavier.
Joseph Haydn hatte den Zyklus 1786 als reines Orchesterwerk komponiert.
Die einzelnen Sätze sollten gleichsam als Kommentare der
von der Kanzel verlesenen Bibelworte dienen. Für diesen Zweck hatte
Haydn eine Folge von beinahe ausschließlich langsamen Sätzen geliefert.
„Die Aufgabe“, so Haydn später, „sieben Adagio’s, wovon jedes gegen
zehn Minuten dauern sollte, aufeinander folgen zu lassen, ohne den Zuhörer
zu ermüden, war keine von den leichtesten.“ So entstand eine der
außergewöhnlichsten Instrumentalkompositionen des gesamten 18. Jahrhunderts die auch in der intimeren Kammermusikalischen Besetzung beim Bürener Publikum einen bleibenden Eindruck erzielte.

Den Abschluss der Reihe am Karfreitag mit „Büren Barock“ lockte nochmal eine Zuhörerschaft aus der ganzen Region an, sodass mit weit über hundert Besuchern die Jesuitenkirche gut besetzt war.
Dass der Tod nicht Endstation ist, sondern lediglich die Kluft zwischen hier und dort, zwischen jetzt und künftig, dass verspürte man in diesem Konzert auf eine ganz besondere Art und Weise.
Es begann mit der Arie „Cum Dederit“, aus dem Werk „Nisi Dominus“ von Antonio Vivaldi in g-Moll, woraufhin die erste Kerze am siebenarmigen Tenebrae-Leuchter erlosch. Darauf folgte die Ciacona in f-Moll von Johann Pachelbel, eigentlich ein Werk für Orgel Solo, doch an diesem Abend erklang eine Transkription von Christian Hesse, speziell für dieses Ensemble arrangiert, sodass jeder solistisch abwechselnd hervortrat. Carla Wenzel mit der Blockflöte, Dr. Martin Baur an der ersten Geige, Matthias George an der zweiten Geige, Nelli Hein an der Bratsche, Dr. Katharina Selbach am Fagott, Yutaka Suzuki am Cello und Stephan Wenzel an der Truhenorgel. Den Abschluss bildete das „Stabat Mater“ von Vivaldi, ebenfalls in f-Moll.
Nach dem neunten und letzten Satz „Amen“, welcher mit der picardischen Terz in F-Dur endete und die letzte der sieben Kerzen erloschen war, hatte man wahrlich das Gefühl, der Tod möge nicht das Ende sein.


Klingendes Weihnachten '22

Klingendes Weihnachten '22

An den Festtagen um Weihnachten erklang in der prächtigen barocken Jesuitenkirche zu Büren ein vielfältiges musikalisches Programm.
Am Vorabend zu Heilig Abend, am Freitag, den 23. Dezember kündeten um 18 Uhr vom Turm der Jesuitenkirche Bläser das Weihnachtsfest an. Zuhörerinnen und Zuhörer waren eingeladen sich um 18 Uhr zunächst am Seiteneingang rechts der Jesuitenkirche zu versammeln, um den himmlischen Klängen von oben zu lauschen. Dabei wurden an alle Anwesenden Kerzen verteilt, um anschließend in einer Lichterprozession bei meditativen Gitarrenklängen in die Jesuitenkirche einzuziehen.
Mit einem abwechslungsreichen Programm erwartete die Zuhörer Chor- und Instrumentalmusik der „wunderbarsten Zeit im Jahr“, Weihnachtsgeschichten und das gemeinsame Singen von bekannten Liedern. Ein besonderes Highlight war das Weihnachts-Wiegenlied, zu welchem Theo Schütte aus Haaren das Solo sang.
Das kurzweilige Programm gestalteten das Bläser-Sextett des Musikvereins Steinhausen unter der Einstudierung von Frank Muskulus, der Kirchenchor St. Nikolaus und der Kammerchor der Kantorei unter der Leitung von Carla und Stephan Wenzel, Solisten und Instrumentalisten von nah und fern.
Im Anschluß gab es einen Umtrunk mit Glühwein.
Der Eintritt war frei, genauso wie zu den besonders musikalisch gestalteten Weihnachtsgottesdiensten:
Am Heiligen Abend stimmte ab 21:15 Uhr Bernd Körner mit seiner Gitarre und warmen sonoren Stimme vor der Christmette die Gottesdienstbesucher auf die wohl schönste Messe des Jahres ein.
Die Christmette um 22 Uhr gestaltete ein Streicherensemble mit Werken von Georg Friedrich Händel und winterlicher Filmmusik von Georgi Swiridow.
Das Hochamt um 11 Uhr am 1. Weihnachtsfeiertag erklang mit Pauken und Trompeten, Orgel und Posaunen.
Um 17 Uhr des 25. Dezembers wurden barocke Arien und Kantaten im Rahmen der Vesper zu Gehör gebracht.
Der 2. Weihnachtsfeiertag um 17 Uhr sand unter dem Motto „Botschaft der Engel“: kein Gottesdienst, sondern eine musikalische Erzählung von Weihnachtsgeschichten gestalteten Matthias George, Carla und Stephan Wenzel.


Musik im Advent '22

Musik im Advent '22

Das vierte Jahr in Folge fanden an jedem Sonntag der Adventszeit, jeweils um 17 Uhr in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Büren die Reihe der Geistlichen Abendmusiken im Advent statt, eine knappe Stunde besinnliches, heiteres und festliches in Wort & Musik.
Am 1. Advent, dem 27. November sang der Frauenchor Fine Art e.V. Lieder wie Oh du Stille Zeit, Maria durch ein Dornwald ging, His light in us und The Lord bless you and keep you. Dazwischen wurden besinnliche wie heitere Geschichten zum Weihnachtsfestkreis gelesen.
Der Förderverein Johann Patroclus Möller Orgel e.V. und die Kantorei Büren sorgten für eine stimmungsvolle Atmosphäre, eine in Kerzenlicht getauchte altehrwürdigen romanische Stadtpfarrkirche, sowie für einen Umtrunk mit Glühwein, draußen im Anschluss. Der Eintritt war wie immer frei.
Am 2. Advent, dem 4. Dezember gastierte das Duo connessione; Carina Kaltenbach-Schonhardt (Violine) und Tomas Spurny (Orgel) spielten Werke böhmischer und deutscher Barockmusik, sowie des Klassizismus.
Am 3. Advent, dem 11. Dezember 2022 präsentierte das Jazz Trio Jo Schäfermeyer "a swingin' Christmas“, gleichermaßen als Vorfreude auf das Weihnachtsfest, sowie als Abschluss des Nikolausmarktes. 
Am 4. Advent, dem 18. Dezember spielte das grandios aufeinander abgestimmte Gitarren Duo Daidalos im Spannungsfeld zwischen Alter und Neuer Musik.
Zum Abschluss der Adventszeit veranstaltete dann die Nikolaus Kantorei unter der Leitung von Dekanatskirchenmusiker Stephan Wenzel am Freitag, den 23. Dezember um 18 Uhr vor und in der Jesuitenkirche ein offenes Weihnachtsansingen, mit Liedern, Chor- und Blasmusik.


Bürener Kantorei Konzerte 2022

Bürener Kantorei Konzerte 2022

Vom 24. bis 28 August 2022 fanden in diesem Sommer zum ersten Mal in Bürens Kirchen und Kapellen an fünf aufeinander folgenden Tagen von Mittwoch bis Sonntag jeweils am frühen Abend Konzertveranstaltungen statt. Veranstalter war in Kooperation mit der Pfarrgemeinde St.Nikolaus Büren der Förderverein Johann Patroclus Möller Orgel e.V..
Die Idee und das Konzept entwickelte Dekanatskantor Stephan Wenzel. Grundgedanke war, die unterschiedlichen Kirchenräume der Stadt mit entsprechender Musik bzw. Ensembles zu nutzen. Stilistisch bildete die Renaissance- und Barockmusik den Schwerpunkt, wobei durch die verschiedenen Besetzungen der Ensembles den Zuhörerinnen und Zuhörern in jedem Konzert neue Klänge erwarteten.

Soviel vorweg – es hat sich gelohnt!

Den Beginn der Konzertreihe gestaltete Stephan Wenzel an der historischen Johann Patroclus Möller Orgel selbst als Gesprächskonzert. Programmatisch schuf er durch seine ausgesuchten Musikstücke hier schon eine Brücke und eine Verknüpfung zu den folgenden Konzertabenden, indem er durch kurze Informationen auf die kommende Musik und Ensembles verwies. Künstlerisch unterstützt wurde er hierbei von Carla Scharfen (Gesang) und Lukas Pape (Posaune). Den Klangraum Kirche konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer dabei neu erfahren, da Herr Wenzel die Gäste bat, im zweiten Teil des Konzerts im Chorraum der Kirche Platz zu nehmen.
So konnte – begleitet von der Truhenorgel – die ausdruckstarke und klangschöne Sopranstimme von Carla Scharfen in der Arie „Vedrò con mio diletto“ aus der Oper „Il Giustino“ von Antonio Vivaldi unmittelbar wahrgenommen werden. Gleiches gilt für den Posaunisten Lukas Pape, der mit einer Transkription einer Sonate für Fagott von Georg Philipp Telemann virtuos zu beeindrucken wusste. Mit der abschließenden Darbietung der Toccata und Fuge in d-moll von J.S.Bach überzeugte Stephan Wenzel nicht nur durch seine spieltechnischen und musikalischen Fähigkeiten, sondern spannte den Bogen auch schon zum folgenden Konzert am Donnerstagabend, das in der barocken Jesuitenkirche der Stadt stattfand. 

Genau dieses Musikstück sollte nämlich Schlusspunkt des Konzerts des Posaunenquartetts „Opus 4“ werden – diesmal natürlich als Bearbeitung. Die vier Gäste aus Leipzig und Musiker des berühmten Gewandhausorchesters hatten ein zu ihren Instrumenten (barocke Alt- zwei Tenor- und Bassposaune) passendes Repertoire mit Renaissancetänzen und Madrigalen vorbereitet und begeisterten das Publikum sowohl mit ausgewogenen differenzierten Dynamiken als auch mit homogenem und  intonationssicherem Spiel. Eine besondere – aber auch nachdenkliche - Wirkung hinterließ die Zugabe mit dem Stück „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von F.Mendelssohn, welches das Quartett mit modernen Posaunen (fast als „Gebet“) intonierte. Seit Ausbruch des Ukrainekrieges – so erklärte der Leiter Jörg Richter – spielt das Quartett diesen Psalm zum Abschluss eines jeden Konzerts.

Eine Art Kontrapunkt zum Klang der Blechbläser bot das Konzert am Freitagabend, welches der Barockcellist Ludwig Frankmar aus Berlin in der kleinen Kapelle auf Gut Böddeken darbot. Raum und Klang gingen hier eine faszinierende Verbindung ein.
Programmatisch bildeten Suiten und Sonaten sowohl von J.S. Bach als auch von seinem Sohn Carl Philipp Emanuel den Schwerpunkt. Durch sein differenziertes und technisch überzeugendes Spiel ermöglichte er den Zuhörerinnen und Zuhörern die Wahrnehmung eines großen klanglichen Ausdrucksspektrums mit einem einzigen Instrument.

Das vierte Konzert gestaltete das renommierte „Duo Kirchhoff“ am Samstagabend in der kleinen Sakramentskapelle in der Bürener Innenstadt. Hier erlebten die Zuhörinnen und Zuhörer in intimer Atmosphäre „Heilsame Klänge von Laute und Viola da Gamba“, so der Untertitel des Programms. „Die Harmonie der Welt“ – ein großes Thema der Weisen und Gelehrten im alten Europa - wurde durch eine intensive Verbindung zwischen Naturbild-Projektionen, Klang, Raum und Informationen erfahrbar.

Eine ganz besondere Hörerfahrung mit zum Teil ungewohnten Klängen und gleichzeitigem Hörgenuss ermöglichte das junge und mit zahlreichen Publikumspreisen ausgestattete Ensemble „Cembaless“ im Abschlusskonzert der Konzertreihe in der Jesuitenkirche. In der Besetzung Gesang (Sopran), zwei Blockflöten, Viola da Gamba, Barockgitarre, Theorbe und persischen Perkussionsinstrumenten, dafür aber ohne das die alte Musik prägende Cembalo, entwickelten die jungen Virtuosen die unterschiedlichsten Stimmungen und konnten die zahlreichen Zuhörerinnen und Zuhörer mit ihrem lebensfrohen Musizieren begeistern. Moderner Groove wurde hier mit alter Musik erzeugt, die so auf diese Weise wieder lebendig und neu erklang.

Im Anschluss eines jeden Konzertes lud der Förderverein Johann Patroclus Möller Orgel e.V. zu einem Umtrunk ein, der von allen Zuhörerinnen und Zuhörern gerne angenommen wurde. Bei herrlichem Sommerwetter konnte in entspannter Atmosphäre ein guter Austausch – nicht nur über das gerade beendete Konzert – stattfinden und ließ im Nachklang alle beglückt nach Hause gehen.

Johannes Zimmer

 


Medikamente Gottes

Medikamente Gottes

Unter diesem ungewöhnlichen Titel fand vom 21. Februar bis zum 11. April 2022 eine spannende Vortragsreihe in Wort & Musik in der Jesuitenkirche Büren statt. Diese Neuauflage von KlangBotschaften versammelte an den Montagabenden der (Vor-) Fastenzeit verschiedene Redner und Musiker unter dem „barocken Himmel Bürens“, um von den Sakramenten der Kirche als Heilmittel für Geist, Leib und Seele zu künden. Denn Gesundheit ist eines der höchsten Güter, nicht nur in Zeiten der Pandemie. Schon Jesus sagte: „Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken“. Gesund sein und bleiben war sein Anliegen. Er ist das Ur-Sakrament, das Krankes heilt und Totes lebendig macht.

Das (Grund-)Sakrament der Kirche war Thema des ersten Abends dieser Veranstaltungsreihe. Über Risiken und Nebenwirkungen sprach Weihbischof Josef Holtkotte aus Paderborn vor knapp hundert Besuchern aus der ganzen Region.

Klangvoll ausgestaltet wurde dieser Abend von Trompeten, Posaunen und Orgel, mit Werken von Giovanni Gabrieli, Alphonse Mailly, Eugène Gigout und Flor Peters.

Auch an den darauffolgenden Montagen wurde ein abwechslungsreiches musikalisches Programm zu den 7 Sakramenten von der Taufe bis zur Krankensalbung geboten.


Musik im Advent '21

Musik im Advent '21

Zur Ersten Musik im Advent 2021 spielte das Duo Kirchhof aus Weilburg.

Lutz Kirchhof zählt zu den bedeutensten Lautenisten der Gegenwart. In Dresden gründete er 2000 das FESTIVAL DER LAUTE, welches das größte Lautenfestival der Welt wurde. Seine Frau Martina Kirchhof hat in jahrelanger Konzerttätigkeit auf der Viola da Gamba eine außergewöhnliche Verzierungstechnik entwickelt, die mit hoher Virtuosität und feiner rhythmischer Präsenz ihrer tänzerischen Musik eine besondere Intensität verleiht.

Mit der ausdrucksvollen Musik für Laute und Viola da Gamba wurden die Besucher der Geistlichen Abendmusik in eine fantastische Traumwelt innerer Wahrnehmungen und Empfindungen entführt.

Wir sagen euch an den lieben Advent

Veni redemptor gentium


1. Bürener Museumsnacht

1. Bürener Museumsnacht

Einmal im Jahr alle Kultureinrichtungen bis in den späten Abend hinein zu öffnen, ist das Bemühen vieler Städte deutschlandweit.
In Büren war es erstmals am 5. November 2021 soweit. Am Freitag nach Allerheiligen wurde in Bürener Mühlen und Museen, Kirchen und Kapellen die Nacht zum Tag.
Die 1. Bürener Museumsnacht wurde mit Sonnenuntergang feierlich von allen Kirchtürmen herab eingeläutet.
Ab 17 Uhr informierten Stadtmarketing und Heimatverein im Bürgersaal wo und wann etwas stattfand.

Der Pastoralverbund Büren, die Kantorei St. Nikolaus und die beiden Stadtführerinnen Agnes Ising und Angela Thieleke luden darüberhinaus zu einem (kirchen)musikalischen Stadtrundgang ein, bei dem zu jeder vollen Stunde Geschichte und Musik einen KirchenRaum zum KlangRaum werden ließ:

17 Uhr in der Pfarrkirche
barocke Orgelmusik und romantische Klaviermusik
mit Stephan Wenzel & Carla Scharfen

18 Uhr in der Sakramentskapelle
spanische Gitarrenklänge von Bernd Körner

19 Uhr in der Jesuitenkirche
Sabrina & Fiacre Nsanzabandi lassen Saxophon und Gitarre erklingen

20 Uhr in der Kreuzkapelle auf dem Kapellenberg
Abendgesänge des Vokalensembles der Kantorei

21 Uhr in der Jesuitenkirche
Nach(t)Impuls von Pater Francis und AusKlang mit FineArt


Kopf hoch ... zu den Sternen

Kopf hoch ... zu den Sternen

So hieß eine Reihe mit der Msgr. Ullrich Auffenberg, Sängerin Carla Scharfen und Kantor Stephan Wenzel zu Beginn einer jeden Woche - in dieser sonst so begegnungsarmen Osterzeit - Mut machten.

In einer Kombination von Lesungen aus dem neu erschienenen Buch „Kopf hoch, sonst siehst Du die Sterne nicht“ und musikalischen Beiträgen fand dieses wortstarke & klangvolle Format von Montag, dem 12. April bis zum 17. Mai 2021 wöchentlich jeweils um 19:30 Uhr in der Jesuitenkirche zu Büren statt.

„Nur raue Wege führen zu den Sternen.“ So lautet sinngemäß ein Wort von Seneca. Dass am Ende das Licht steht, mag das Leben in dieser Pandemiezeit auch noch so rau sein, diese segensreiche Osterbotschaft kam an diesen Abenden zum Klingen.


KlangBotschaften ... wo Wege sich kreuzen

KlangBotschaften ... wo Wege sich kreuzen

An den sieben Freitagabenden der Fastenzeit betraten nacheinander Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens die „Offene Kanzel“ und berichteten aus ihren Tätigkeitsbereichen zu Themen die auf die sieben biblischen Kreuzwegstationen bis zu Jesu Tod abgestimmt waren; darunter: Landrat Christoph Rüther zu „Recht & Gerechtigkeit“, zwei junge Missionarinnen auf Zeit zu „Berufung & Nachfolge“, Hospizgründerin Gerda Göckede zu „Trauer & Trost“, Flüchtlingskoordinator Hezni Barjosef zu „Flucht & Asyl“ u.a. Ein ebenfalls ausgewählter Choral zur jeweiligen Station, Musik für Gesang, Viola und Klavier und Projektion zeitgenössischer Malereien zu den Kreuzwegstationen, sowie die in violett getauchte romanische Stadtpfarrkirche machten die Fastenzeit gleichsam anders und besonders erfahrbar. Höhepunkt und Abschluss bildete der Abend des Karfreitag mit Musik von Philipp Heinrich Erlebach mit dem Barockensemble der Kantorei Büren.